Computer: einfach unverzichtbar
Das Wort Computer leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet “Zusammenrechnen” (computare). Sowohl Menschen des Mittelalters, die mit langen Rechenreihen beschäftigt waren, als auch Rechenmaschinen wurden so bezeichnet. Mechanische Rechenmaschinen gibt es seit vielen Jahrtausenden, die Idee, solche Aufgaben mit einem Computer zu automatisieren, ist also nicht neu. Allerdings bedurfte es für die Funktionsweise moderner Computer einer bestimmten mathematischen Idee, nämlich der Bits und Bytes, die auf binärem Weg (0-1, es gibt nur zwei Möglichkeiten) eine Denkoperation darstellen. Diese Idee stammt aus dem 19. Jahrhundert, zwei Mathematiker hatten sie parallel: Charles Babbage und die Byron-Tochter Ada Lovelace. Nicht zufällig entstand diese Idee im Zuge großer technischer Revolutionen, unter anderem der Elektrizität.
Nur wenn dadurch, dass ein Signal an- und abgeschaltet wird, schon eine Informationsübermittlung erfolgen kann, ist eine Automatisierung, eine Digitalisierung von Informationen möglich. Die Idee war schon etwa einhundert Jahre lang generisch gewachsen, bis Konrad Zuse im Jahr 1941 den ersten funktionsfähigen Computer auf rein elektrisch-elektronischer Basis baute. Dieser Z1 gilt als der Urvater aller Computer, allerdings erforschten und entwickelten zeitgleich überall auf der Welt Ingenieure und Mathematiker ähnliche Maschinen.
Heute sind Computer aus keinem Bereich des Alltags mehr wegzudenken, sie sind auf eine geradezu bedenkliche Weise unersetzlich geworden. Wenn alle Computer diese Welt – oder auch nur eines Landes – auf einmal ausfielen, würde uns das weit hinter das 19. Jahrhundert zurückwerfen, denn damals wussten sich die Menschen mit Techniken zu behelfen, die wir nicht mehr beherrschen. Aber Gott sei Dank gibt es genügend Computer. Sie fallen niemals alle aus.